Über ein einsatzreiches Jahr berichtete Feuerwehrkommandant Klaus Kallinger am Freitagabend bei der Jahreshauptdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Weppersdorf. Insgesamt 44 Mal war die Hilfe der Weppersdorfer Feuerwehrleute im vergangenen Jahr notwendig. „Verglichen mit dem Jahr 2020 sind das zwar nur vier Einsätze mehr, aber ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass einerseits die Zahl der Brandeinsätze wieder zunimmt, anderseits die Einsätze aber weit komplexer werden und wir daher bei den Einsatzstunden ein Steigerung von über 43 Prozent verzeichnet haben“, unterstrich Kallinger in seinem Rückblick. Die Einsatzstunden haben sich nämlich von 436 auf 628 Stunden erhöht.

Kommandant Kallinger konnte bei der Jahreshauptversammlung seitens der Gemeindevertretung Gemeindevorstand Mario Pekovits, Gemeindevorstand Marcus Raab und Gemeinderat Franz Friedl sowie Abschnittsfeuerwehrkommandant Markus Wessely begrüßen.

Trotz Corona-Einschränkungen im Vorjahr, die sich vor allem auf die Ausbildungs- und Schulungstätigkeit auswirkte, konnten die Mitglieder der Feuerwehr Weppersdorf im vergangenen Jahr ihr 130-Jahr Jubiläum und die Segnung des neuen Feuerwehrhaus-Zubaus feiern, was von Kallinger als Highlight hervorgestrichen wurde. Auch der Heurige hatte stattfinden können, was für die Finanzierung der Wehr enorm wichtig war. Zudem wurden erstmals gemäß dem neuen burgenländischen Feuerwehrgesetz von 2019 Wahlen durchgeführt und das amtierende Kommandoteam bestätigt.

Mitgliederzahlen steigen

Besonders erfreulich ist der Blick auf die Mitgliederstatistik. Die äußerst erfolgreiche Jugendarbeit in Weppersdorf führte auch im vergangenen Jahr zu einem Anstieg des Mannschaftsstandes: „Wir konnten sieben neue Jugendliche und Kids in die Feuerwehr aufnehmen“, freute sich Kommandant Kallinger. Besonders erfolgreich gestaltete sich dabei das Projekt der Feuerwehr-Kids, bei dem Kinder ab dem Volksschulalter zur Feuerwehr gehen können. Dies startete 2019 als Pilotprojekt mit ausgewählten Feuerwehren im Burgenland – darunter auch die Feuerwehr Weppersdorf – und ist heute aus dem Feuerwehrbetrieb nicht mehr wegzudenken.  Kallinger freute sich auch im Rahmen der Jahreshauptdienstbesprechung Anja Kovaschitz in den Aktivdienst der Feuerwehr anzugeloben.

Schwerpunkte 2022

Für 2022 möchte Kommandant Kallinger den Schwerpunkt wieder verstärkt auf die Aus- und Weiterbildungstätigkeit setzen. Nicht nur die Burgenlandschnellstraße S31, die im Dezember zwischen Weppersdorf und Sieggraben mit einer baulichen Trennung der Fahrstreifen neu eröffnet wurde, bringt neue Herausforderungen für die Feuerwehr. Die Anfahrtswege bei Unfällen haben sich dadurch teils stark geändert bzw. ist die Bildung der Rettungsgasse essentiell. Gerade mit den großen Lkws der Feuerwehr ist das Durchkommen zum Einsatzort nicht immer einfach. Daher soll das deutlich kleinere SOF der Feuerwehr Weppersdorf mit speziellem Gerät ausgestattet werden, damit bei eingeklemmten Fahrzeuglenkern mit diesem Wagen als Vorausfahrzeug noch schneller zum Einsatzort vorgerückt werden kann.

Dank von Feuerwehr-Führung & Gemeinde

„Die Zahlen der vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt: Ihr seid da, wenn ihr gebraucht werdet“, gratulierte Abschnittsfeuerwehrkommandant Markus Wessely, der seinen Kameraden Abschnittsfeuerwehrkommandanten Josef Schöll vertrat. Und auch Mario Pekovits von der politischen Gemeinde Weppersdorf dankte den Feuerwehrmitgliedern für die vielen Stunden, die diese über das Jahr hinweg für die Feuerwehr investieren hatten. Er betonte auch die gute Gesprächsebene zwischen Feuerwehrführung und der Gemeinde.

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